Gesundheit

Wie bei jeder Zucht müssen wir die positiven und negativen Merkmale eines jeden Partners in Betracht ziehen und auch wie sich die elterlichen Merkmale am günstigsten ausgleichen und ergänzen können!

 

Eine groß angelegte Beseitigung der Träger = B wäre die schlechteste Entscheidung, da dies die Vielfalt im Genpool verringern würde. Wenn ein Tier Genotyp B- Träger ist, kann dieser nur mit Genotyp A - Frei verpaart werden. Diese Tiere können dann nicht erkranken. (Bei JRD-Juvenile Nephropathie ist Genotyp A=Träger und Genotyp B = Träger, diese sollten dann mit einem Genotyp C = Freien Tier verpaart werden)!

 

Genotyp A =Frei - und Genotyp A =Frei- ergibt-- >Freie Tiere. (beide Eltern freier Tiere, sind die Nachkommen -A de). Natürlich ist die Verpaarung der genetisch freien Tiere =A untereinander die ideale Methode! (Die Nachkommen der -A de Tieren sollten dann wieder zur Sicherheit getestet werden, auch wenn diese wieder mit Freien Tieren verpaart werden!)

 

Ein Hündin sollte nach unserer Meinung eine große Ruhepause zwischen den Würfen haben, da dies für die Hündin immer Stress bedeutet! Ein Rüde sollte nach unserer Meinung  auch Ruhepausen  zwischen den jeweiligen Deckakten haben!

 

Hüftgelenksdysplasie - (Pflichtuntersuchung für Zuchttiere)

 

Unter HD (Hüftgelenksdysplasie) versteht man eine Fehlbildung der Hüftgelenke. Die beiden gelenksbildenden Knochen, die Gelenkspfanne und der Oberschenkelkopf passen nicht korrekt aufeinander. Die Fehlbildung tritt in der Regel beidseitig auf und kann mehr oder weniger stark ausgeprägt sein. Die Entwicklung der Hüftgelenke wird maßgeblich sowohl durch die Erbanlagen des Hundes als auch durch die Ernährung des Hundes beeinflusst.   A= HD-frei,  B=Übergangsform,  C= leichtgradige HD, (D=mittelgradige HD, E=hochgradige HD) Nach den Richtlinien des VDH dürfen keine Hunde in der Zucht verwendet werden, die mit HD- D und HD- E befallen sind.   Untersuchung (nur vom zugelassenen VDH-Arzt) ab 12 Monaten möglich! Die Untersuchung sollte nicht drei Monate vor- und nach der Läufigkeit durchgeführt werden, es ist alles weicher und gedehnter, bzgl. der Bänder etc.

 

Patella Luxation (freiwillige Untersuchung)

 

Die Kniescheibe ist Teil des Streckapparats am Knie. Ähnlich wie bei einem Flaschenzug ist die Kniescheibe als Umlenkrolle anzusehen, die das Strecken des Knies erleichtert. Zudem verhindert sie, dass die Sehne der Oberschenkel-Streckmuskulatur direkt auf dem Kniegelenk reibt. Die Rückseite der Kniescheibe ist leicht V-förmig, so dass sie in einer entsprechenden Rinne des Knochens sicher gleiten kann. Seitlich stabilisieren Bänder die Kniescheibe in ihrer Führung. Bei Hunden, deren Bänder, Sehnen oder Muskeln in den Hinterbeinen zu schwach sind, oder deren Ober- und Unterschenkelknochen nicht gerade sind, tritt diese Funktionsstörung am häufigsten auf. Auch wenn der normale Platz der Kniescheibe, die Rille im Kniegelenk zu schmal oder zu flach ist, kommt es zur Patella Luxation. Grad O = Die Patella kann in keiner Position vollständig aus dem Sucus trochlearis gedrückt werden. Grad 1 = Hier kann man die Kniescheibe nur mit manueller Hilfe herausdrücken. Grad 2 = Auch hier kann man die Kniescheibe luxieren, und sie springt gelegentlich heraus, wenn der Hund läuft, bzw. rennt. Sie kann manuell wieder zurückgeschoben werden, sie renkt sich aber auch durch die Bewegung des wieder ein. (Grad 3 = Die Patella wird luxiert vorgefunden. Eine Reposition ist möglich. Einstellen des Drucks bewirkt erneutes Luxieren. Grad 4 = Die Patella ist permanent luxiert. Eine Reposition ist nicht möglich.) Nach den Richtlinien des VDH dürfen keine Hunde in der Zucht verwendet werden, die mit Patella Luxation Grad 3 und Grad 4 befallen sind. Untersuchung (nur vom zugelassenen VDH-Arzt) ab 12 Monaten möglich!

 

 Progressive Retina Atrophie - PRA (Pflichtuntersuchung für Zuchttiere)

 

Unter Progressive Retina (Netzhaut) Atrophie versteht man eine Gruppe von erblich bedingten Nethauterkrankungen, die durch Dysplasie (Frühformen) oder Degenerationen(Spätformen) der Sehzellen (Photorezeptoren) zur Beeinträchtigung des Sehvermögens bzw. Erblindung führen. Die generalisierte Progressive Retina Atrophie (gPRA, ein fortschreitendes Absterben der gesamten Netzhaut des Auges) ist eine erbliche Augenerkrankung, von der viele Hunderassen betroffen sind. Die Krankheit beginnt häufig mit Nachtblindheit, später tritt auch am Tage eingeschränkte Sehfähigkeit auf und führt schließlich im Endstadium zur Erblindung und ist nicht behandelbar oder heilbar. PRA wird einfach rezessiv vererbt. Untersuchung (nur vom zugelassenen DOK-Arzt, bei Zuchttieren vom dem Deckakt Pflicht, diese ist 1 Jahr gültig.) Nach den Richtlinien des VDH dürfen keine Hunde in der Zucht verwendet werden, die befallen sind. Für die Zuchttiere  ab 12 Monaten möglich!

 

Prcd-PRA- (Optigen) (Pflichtuntersuchung für ein Elternteil) 

 

Prcd-PRA ist eine genetische Störung, die verursacht, dass die Zellen in der Retina im Hintergrund des Auges degenerieren. Zuerst scheinen die Zellen normal zu wachsen, dann jedoch verlieren sie langsam ihre normale Funktion. Im schwachen Licht arbeiten die Zellen erst noch normal. Dann entsteht Nachtblindheit. Die meisten befallenen Hunde können später blind werden. Der Augenarzt kann die Krankheit beim heranwachsenden Cocker oder später im führen erwachsenen Alter feststellen. Die Diagnose von PRA kann schwierig sein. Es ist wichtig, nicht alle Retinal- Krankheiten sind PRA und nicht alle PRA sind prcd. Der Gentest sorgt dafür Klarheit. Genotyp A- Frei, Genotyp B- Träger, Genotyp C- genetisch krank. Ein erkranktes Tier ist von der Zucht ausgeschlossen.  Wenn ein Tier Genotyp B- Träger ist, kann dieser nur mit Genotyp A-Frei verpaart werden. Diese Tiere können dann nicht erkranken. Genotyp A- Frei und Genotyp A- Frei ergibt- >nur Freie Tiere. Der Gentest ist schon als Welpe möglich! Für die Zucht muss mindestens ein Elternteil getestet sein und Genotyp A- Frei sein!

 

Katarakt (grauer Star)- (Pflichtuntersuchung für Zuchttiere)

 

Unter Katarakt versteht man jeden unphysiologischen Trübung der Linse oder der Linsenkapsel unabhängig von der Ursache (erblich oder nicht erblich), dem Ausmaß (minimale Trübung oder vollständig getrübte Linse), oder dem Zeitpunkt des Auftretens (angeboren oder erworben). Es gibt kongenitalen-, nicht kongentialen- und erblichen Katarakt. Untersuchung (nur vom zugelassenen DOK-Arzt, bei Zuchttieren vom dem Deckakt Pflicht, diese ist 1 Jahr gültig.) Nach den Richtlinien des VDH dürfen keine Hunde in der Zucht verwendet werden, die befallen sind. Für Zuchttiere ab 12 Monaten möglich!

 

Dyspl. L. pectinatum Abnormität- DL (freiwillige Untersuchung)

 

DL- nach Gonioskopie (Dyspl. L. Pectinatum Abnormität) Der innere Augendruck ist gegeben durch die wenig elastische Hülle des Auges (Hornhaut und Sklera), sowie durch die kontinuierliche Produkuktion von Kammerwasser im Ziliarkörper und den Abfluss des Kammerwasser über den Kammerwinekel in das Blutkreislaufsystem des Körpers. Der innere Augendruck steigt an, wenn bei kontinuierlichem Zufluss von Kammerwasser dessen Abfluss gestört ist. Da die Hülle des Auges nur begrenzt dem Druckanstieg nachgibt, entsteht ein erhöhter innerer Augendruck, der sehr schmerzhaft ist. Bei Welpen ist die Hülle des Auges (Hornhaut und Sklera) noch sehr elastisch und gibt einem Druckanstieg nach; die Folge ist eine rasche Grössenzunahne des Auges (Buphthalmus). Unter Glaukom versteht man einen Krankheitskomples, der durch den Anstieg des inneren Augendruckes ausgelöst wird. Der erhöhte innere Augendruck führt zur Schädigung der sensiblen Netzhaut und des Sehnervenkopfes, aber auch zur Schädigung anderer innerer Augenstrukturen. Untersuchung (nur vom zugelassenen DOK-Arzt, diese muss nur ein einmal beim Tier untersucht werden) Nach den Richtlinien des VDH dürfen keine Hunde in der Zucht verwendet werden, die befallen sind.Für Zuchttiere ab 12 Monaten möglich!

 

Familiäre Nephropathie - FN (freiwillige Untersuchung)

 

Die ersten Anzeichen dieser schweren unheilbaren Nierenkrankheit treten im Alter von 12 Wochen bis 2 1/2 Jahren auf. Zunächst ist oft eine fehlende Gewichtszunahme der Welpen bzw. Junghunde zu verzeichnen. Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit folgen. In vielen Fällen ist eine Zunahme der Flüssigkeitsaufnahme zu verzeichnen, in einigen Fällen auch Durchfall. Die Lebenserwartung der betroffenen Hunde beträgt in diesem Stadium nur noch etwa 2 Monate. Der Gentest sorgt dafür Klarheit. Genotyp A- Frei, Genotyp B- Träger, Genotyp C- erkrankt. Ein erkranktes Tier ist von der Zucht ausgeschlossen. Der Gentest ist schon als Welpe möglich! Wenn ein Tier Genotyp B- Träger ist, kann dieser nur mit Genotyp A- Frei verpaart werden. Diese Tiere können dann nicht erkranken. Genotyp A- Frei und Genotyp A- Frei ergibt- >nur Freie Tiere.

 

Juvenile Nephropathie- JRD (freiwillige Untersuchung)

 

Juvenile Nephropathie- JRD- (von engl.: juvenile renal dysplasia) bilden eine wichtige Untergruppe der Nierenerkrankung bei Hunden.  Dysplasie ist die krankhafte Fehlbildung von Zellen bzw. Organen. Bei JRD werden die Nieren während der Embryogenese in der Gebärmutter nicht richtig ausgebildet. Zum Zeitpunkt der Geburt weisen die Nieren unreife Strukturen auf, die aus undifferenzierten fötalen Zellen bzw. Gewebearten bestehen und die während der gesamten Lebensdauer des Tieres bestehen bleiben. Genotyp = A Träger (eine Kopie der JRD-Mutation), Genotyp = B  Homozygotes mutiertes Allel= Homozygot (zwei Kopien der JRD-Mutation) Bei A und B ist das Tier möglicherweise von JRD betroffen. Genotyp = C Frei. Wenn ein Tier Genotyp B- Träger oder Genotyp A-Träger ist, kann dieser nur mit Genotyp C = Frei verpaart werden. Diese Tiere können dann nicht erkranken. Genotyp C = Frei und Genotyp C = Frei-> ergibt- nur Freie Tiere. Der Gentest ist schon als Welpe möglich!

 

Caninen Herpesvirus - CHV-1 (freiwillige Impfung)

 

Am meisten bekannt unter den Züchtern ist wohl die Infektion mit dem CHV-1 als Ursache für das so genannte infektiöse Welpen sterben. Infizierte Welpen zeigen meist in den ersten Tagen keinerlei Auffälligkeiten, auch die Gewichtszunahme ist zunächst völlig normal. Später werden die Welpen apathisch, zeigen Saugunlust, haben Atemwegsprobleme, Erbrechen und leiden oft unter grünlichen, gelben Durchfall. Die in den ersten  drei Lebenswochen erkrankten Welpen sterben wenige Tage nach der Infektion. In wenigen Ausnahmefällen können die Welpen auch genesen. Bei diesen Tieren treten dann vereinzelt Taubheit, nervöse Störungen, Blindheit und Augenerkrankungen auf. Für ältere Welpen ab der 5. Woche oder den erwachsenen Hund ist die Infektion ohne tödlichen Ausgang. Sie wird oft nicht einmal von ihren Besitzern bemerkt. Es kann anfangs ein leichter Schnupfen, Niesen oder Bläschenbildung auftreten.

Weit weniger unter den Züchtern ist der Zusammenhang zwischen einer Infektion mit CHV-1 und der Unfruchtbarkeit der Hündin oder des Rüden (Leerbleiben). Nach Infektion mit dem CHV-1 zum Zeitpunkt des Deckaktes können vor allem Fruchtresorptionen, Aborte, Frühgeburten, Mumifikation der Früchte, Totgeburten und vor allem eine geringe Wurfstärke in Erscheinung treten. Alle Erkankungsformen haben gewichtige Auswirkungen für die Fitness eines Hundes und können in seiner Gesamtheit Einfluss auf die genetische Vielfalt einer Zuchtrasse nehmen, wenn  wertvolles Erbgut nicht zur Vermehrung gelangt.

Die Gefahr des Ansteckens  unserer Hunde durch das Virus geschieht durch den direkten Kontakt mit infizierten Hunden, nämlich erstens über die Nase oder den Fang, z.B. beim Sozialverhalten, zweitens durch die Geschlechtsorgane, z.B. beim Deckakt oder bei der Geburt und drittens durch die Plazenta während der Trächtigkeit von der Mutter auf die Früchte. Bei den erwachsenen Hunden ist die Ansteckungsgefahr vor allem beim Deckakt mit einem infizierten Tier sehr groß. Der Virus wird aber nur schubweise in Stresssituationen ausgeschieden, so wie ausbrechen, so wie man es vom Lippenherpes des Menschen kennt. Nur in diesen akuten  Erkrankungsphasen besteht auch Infektionsgefahr. Als Stresssituation können in Frage kommen: Verbandsprüfungen, Zuchtschauen, der Deckakt, die Trächtigkeit, die Geburt und ähnliche Ereignisse. Hinweise auf ein frisches Aufflammen der Infektion sind dann kleine Bläschen bei den Hündinnen im Scheidenbereich und beim Rüden am Penis.

Heilungschancen im Sinne der Elimination der Erreger für infizierte Hunde oder Welpen gibt es in der Regel nicht. Selbst wenn Welpen die Infektion überleben, bleiben sie lebenslang infiziert. Am effektivsten ist die Impfung der Hündin. Dafür muss die Hündin jeweils etwa 1-2 Wochen vor jedem Deckakt (Beginn der Läufigkeit) und etwa 1-2 Wochen vor jedem Geburtstermin mit dem Herpesimpfstoff geimpft werden. Im Hinblick auf die Zuchthygiene ist diese Impfung eine unkomplizierte Maßnahme und für jeden Züchter (auch Rüdenbesitzer) zu empfehlen!

 

Impfungen 

Im Alter von ca. 7 bis 8 Wochen werden die Welpen zum ersten Mal geimpft (Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parovirose) und dann mit 12 Wochen nachgeimpft. Impftermin bezgl. Tollwut empfehlen wir nach der Zahnung. (im Alter von 5 bis 6 Monaten) Eine Ausnahme wäre z.B. Hundeschule, Ausstellung zur Babyparade oder jagdliche geführte Tiere, dann werden die Tiere ab der 12. Woche auch gegen Tollwut geimpft. Um einen sicher belastungsfähigen Impfschutz zu erhalten. Der einmal gebildete Impfschutz baut sich im Laufe der Zeit ab. Deshalb garantieren  regelmäßige Auffrischungsimpfungen am sichersten, dass der Hund gegen alle in Frage kommenden Infektionskrankheiten geschützt bleibt. (Ihr Tierarzt wird Sie gern beraten) Bei uns erhalten Sie den Euro–Heimtierausweis, dieser ist für Reisen ins Ausland Pflicht.  Den Veterinäreinreisebestimmungenen für das Ausland erfahren Sie bei ihrem Tierarzt.

Staupe

Diese Krankheit ist in Städten und Gebieten, in denen nur wenige Hunde geimpft sind, noch weit verbreitet. Sie endet oft tödlich, der Verlauf ist langwierig und qualvoll, Rückschläge sind häufig. Zu den Symptomen gehören Erbrechen, Durchfall, Fieber, Husten und später Krämpfe, Lähmungen und Zuckungen. Hunde, die sich von der Krankheit erholen, leiden anschließend meist unter Störungen des Zentralnervensystems.

Hepatitis

Die Krankheit ist heute nicht mehr sehr häufig, wenn ein Hund sie jedoch bekommt, kann sie zum Tode führen. Symptome sind Fieber, häufiges Erbrechen und Austrocknung, schwarzer Durchfall und Bauchschmerzen. Überlebt das Tier, tritt manchmal eine vorübergehende Trübung des Auges auf.

Leptospirose

Die durch Bakterien übertragene Krankheit tritt in zwei Formen auf. Meist sind die Symptome Fieber, Erbrechen, schwere Nierenschädigung und bei tödlichem Verlauf, Nierenversagen. In selteneren Fällen treten Leberschäden und Gelbsucht auf. Diese Art der Krankheit wird von Ratten übertragen und ist auch für den Menschen ansteckend.

Parvovirose

Bei jungen Welpen verursachte die Parvovirose Herzversagen, bei älteren Welpen und ausgewachsenen Tieren waren die Symptome schweres Erbrechen, Austrocknung und blutiger Durchfall. Der Verlauf war meist tödlich. Da inzwischen fast alle erwachsenen Hunde immun und Welpen über die Mutter mit Antikörpern versorgt sind, tritt die Krankheit in schwerer Form jetzt nur noch selten auf.

Zwingerhusten

Es handelt sich um eine Infektionskrankheit, ist also ansteckend. Erreger sind bestimmte Viren z.B. Parainfluenza, evtl. Herpes Virus canis, menschliches Grippevirus, Bakterien, Bakterienverwandte. Einige Tage nach der Ansteckung treten Atembeschwerden, Husten, Nasenausfluss. Der Kehlkopf, Luftröhre und Bronchien sind entzündet. Menschen können ihre Hunde anstecken, nicht jedoch umgekehrt! (Ihr Tierarzt wird Sie gern beraten)

Tollwut

Der Virus ist eine lebensbedrohliche, durch Viren ausgelöste Infektionserkrankung, die in der Regel durch den Biss eines erkrankten Tieres übertragen wird. Die typischen Symptome sind starke Schmerzen an der Biss stelle, Wasserscheu, Schluckstörungen, Speichelfluss, Angst und Gemütsschwankungen. Infolge zunehmender Lähmungen endet jede Erkrankung nach Auftreten der ersten Symptome tödlich. Es gibt einen neu entwickelten Impfstoff, dieser hat ein Drei –Jahres-Intervall. (Ihr Tierarzt wird Sie gern beraten)

Borreliose

Die durch infizierte Zeckenstiche übertragene Borreliose gewinnt auch bei Hunden an zunehmende Bedeutung. Sie äußert sich reichlich unbestimmt durch wechselnde Lahmheit, gelegentlich Fieberschüben und allgemeine Abgeschlagenheit. Eine Behandlung ist mit Antibiotika-Kur möglich, besser ist aber die Vorbeugung. Sie besteht zu einen im Schutz vor Zeckenbefall, zum anderen in der neuerdings möglichen Schutzimpfung. Diese sollte möglichst in der kalten Jahreszeit durchgeführt werden, damit die Hunde während der Zeckensaison geschützt sind! (Ihr Tierarzt wird Sie gern beraten)

 

Entwurmen

 

Der Welpe wird zwischen dem 10. und 14. Tag erstmalig entwurmt. Sie werden wöchentlich bis eine Woche vor der ersten Impfung entwurmt. So ist gewährleistet, dass sie wurm frei in die Impfung gehen und diese dann auch greift. Fest steht, dass alle Welpen ein Risiko für Wurmbefall haben (Spul- und Hakenwürmer). Die Mutterhündin, die bewusst oder unbewusst schon einmal Würmer hatte, lagert die Larven der Würmer in ihrer Muskulatur ein, die während der Trächtigkeit durch den Hormonumschwung wieder freigesetzt werden und über die Plazenta dann in die Muttermilch so in den Kreislauf der Welpen gelangen. Weitere Entwurmung folgt nach Anweisung des Tierarztes nach der zweiten Impfung mit 12. Woche. Beim hündischen Freund kann man sich gelegentlich auch einmal mit Würmern infizieren. Ansteckungsgefahr auch für den Menschen, besonders kleine Kinder, die sich nach dem Streicheln der Lieblinge nicht die Hände waschen. Deshalb sollten die erwachsenen Hunde mindestens zweimal im Jahr, wenn nicht sogar vierteljährlich entwurmt werden. (Ihr Tierarzt wird Sie gern beraten) Wie oft ein Tier im Jahr entwurmt werden sollte, richtet sich nach dessen Lebensbedingungen z.B. Haltung, Ernährung(rohes Fleisch), Alter.

Selbst durch regelmäßige vierteljährige Entwurmung kann ein Infektionsrisiko nicht vollständig ausgeschlossen werden! Man sollte unbedingt das genaue Gewicht eines Tieres kennen oder es beim Tierarzt wiegen lassen, damit die Wurmkur richtig dosiert werden kann. (Die Präparate zur Entwurmung bekommen Sie von Ihrem Tierarzt, dieser wird Sie gern beraten.) 

 

Entzündungen des männlichen Geschlechtsapparates beim Hund
 
Entzündliche Veränderungen der Penisspitze Balamitis und der Vorhaut (Posthitis) kommen im Allgemeinen gleichzeitig vor und werden dann als Balanoposthitis bezeichnet. Durch die Ansammlung von Harn und Sekreten im Vorhautsack wird die Vermehrung verschiedener Bakterien begünstigt und es kann zu einer Infektion kommen. Wird bei einer Infektion der Penis aus der Vorhaut herausgeschoben, kann man feststellen, dass die Schleimhaut unregelmäßig gerötet und mit schleimig-eitrigen Sekreten bedeckt ist. In chronischen oder hochgradigen Fällen kommt es zu entzündlichen Schwellungen der kleinen Lymphknötchen, wodurch die Schleimhaut ein reibeisenähnliches Aussehen erhält.
Diese Entzündungen treten bei den Rüden in jedem Alter auf. Erstmals, wenn die
Rüden mannbar werden. Meistens hilft hier, wenn der Vorhautsack mit einer desinfizierenden Lösung gespült wird. Sie tritt vermehrt auf, wenn die Rüden stärker sexuell angeregt werden, wie das beispielsweise in den Hauptzeiten der Läufigkeit von Hündinnen der Fall ist. Allerdings scheint die Entzündung viele Besitzer mehr zu stören als den Hund. Der Grund für das Ärgernis ist das ständig aus der Vorhautöffnung heraustropfende grüngelbliche, eitrige Sekret, das sich auf Teppichen oder Sitzmöbeln nicht besonders gut ausmacht. Auch kann das ausgiebige, häufig recht geräuschvolle Lecken, mit dem der Rüde versucht, das Sekret zu entfernen, so manchen Hundebesitzer den letzten Nerv rauben.
Beim Feststellen der beschriebenen Symptome sollte man die Entzündung tierärztlich behandeln lassen. Ein Abstrich gibt Klarheit über die vorhandenen Bakterien. Sollte der Hund auf die Behandlung nicht ansprechen oder die Entzündung zum Dauerzustand werden, kann die Kastration das Mittel zur Wahl sein, um die Symptome endgültig zum Verschwinden zu bringen.

Quelle, Artikel aus der Zeitschrift „der Hund“   
 

Scheinträchtigkeit einer Hündin

Die Scheinträchtigkeit ist sicherlich jedem Halter einer Hündin ein Begriff. Was geht im Körper einer Hündin vor, wenn sie sich nur einbildet, Junge zu haben? Und wie sollte der Besitzer am besten damit umgehen?
Natürlicher Vorgang
Zuerst muss eines festgehalten werden; Bei der Scheinträchtigkeit handelt es sich grundsätzlich um einen natürlichen Vorgang. Im Gegensatz zum Menschen oder anderen Haustieren steht jede nicht tragende Hündin nach der Läufigkeit unter dem gleichen hormonalen Einfluss  wie während der Trächtigkeit. Das heißt, es wird in beiden Fällen das Schwangerschaftsschutzhormon Progesteron gebildet. Progesteron regt unter anderem das Michdrüsenwachstum an, lässt den Hund träger werden und erhöht den Appetit. Nach etwa zwei Monaten, entsprechend der normalen Tragezeit, kommt es ebenso wie bei der Geburt, zu einem Michleinschuss ins Gesäuge. Normalerweise bleibt die Milchproduktion gering, und das Gesäuge bildet sich nach ein paar Tagen zurück.
Störung
Bei manchen Hündinnen hält die Milchbildung jedoch an. Hierfür wird eine Fehlsteuerung des Hormons Prolaktin verantwortlich gemacht, das die Milchproduktion bei einer säugenden Hündin aufrechterhält. Begleitet wird dieser nicht mehr natürliche Zustand der „Laktomanie“(latei.Lac=Milch) von den bekannten Verhaltensänderungen: Mansche Tiere sind zu dieser Zeit besonders anhänglich und liebebedürftig, andere apathisch oder aggressiv. Spielsachen dienen als Welpenersatz. Das Körbchen wird als Nest ausgebaut und oft nur ungern verlassen. Einige Hündinnen verweigern auch das Futter und machen so einen wirklichen kranken Eindruck.
Behandlung
Die Behandlung kann zunächst durch den Besitzer erfolgen. Wirkungsvoll sind viel Bewegung des Tieres und eine Veränderung der Umwelt, Schlafplatz wechsel, Spielzeug wegräumen und Futterzeiten ändern sind dafür geeignete Maßnahmen. Vor allem muss ein Lecken der Hündin am Gesäuge unterbunden werden. Durch diese Stimulation wird die Milchbildung weiter angeregt und es kann ggf. zu einer Infektion kommen. Ein ausgedientes T-Shirt bietet hier eine gute Hilfe: Die Hinterbeine werden durch die Ärmel gezogen, die Rute durch den Kopfausschnitt und das T-Shirt am Halsband befestigt. Durch kühlende Umschläge auf dem Gesäuge oder Einreibungen mit 20prozentiger Camphersalbe lässt sich die Milchbildung verringern. Führen diese Maßnahmen nicht zum Erfolg, hilft der Tierarzt weiter. Neben einer homöopathischen Therapie kann er auch Hormone einsetzen, die die Scheinträchtigkeit schnell abklingen lassen. Bei den Hormonen besteht jedoch das Risiko einer Gebärmutterentzündung.  Ich warne auch davor die Läufigkeit zu- unterdrücken oder verschieben mit Hormoninjetktionen. Weil z.B. gerade eine Reise ansteht oder der Wurftermin ungünstig ist. Dadurch kann sich das Karzinomrisiko erhöhen.

  
Hundehaar (-allergie)?
 
Die meisten allergischen Probleme werden von Hausarzt und Kinderarzt erkannt, die – falls nötig- einen Allergologen zuziehen werden. Achten Sie bei der Auswahl des Allergologen darauf, dass er auf Ihre Gefühle eingeht und alle Möglichkeiten ausschöpft, dass Sie Ihr Tier behalten können. Die Abgabe Ihres Tieres sollte die letzte Möglichkeit, nicht aber die erste Maßnahme sein! 
 
Allerpet- Lösung wurde entwickelt, um diese Probleme zu lösen. Allerpet wirkt durch Reinigung des Fells von Allergenen, bevor diese die Möglichkeit haben, in die Umgebung zugelangen. Zusätzlich vermindert Allerpet auf Haaren und Haut die neuerliche Ansammlung von Allergenen. Lassen Sie sich von ihrem Arzt beraten!
 
Fellrückstände bestehen aus einer Ansammlung von mikroskopischen toten Hautzellen, Schuppen und Hautflocken, die ein Tier fortwährend verliert. Das in diesen Rückständen enthaltene Protein verursacht allergische Reaktionen. Diese Fellrückstände finden sich in Teppichen, Postermöbeln und Vorhängen, von dort gelangen sie in die Atemluft und verursachen allergische Reaktionen.
 
Für Allergiker hat es sich als vorteilhaft erwiesen, ihren Hund regelmäßig zu bürsten und zu kämmen. Dadurch werden Fellrückstände, Schmutz und Blütenstaub entfernt, ebenso wie lose Haare. Bereits dadurch lässt sich die Allergenmenge im Wohnbereich mindern.
 
Regelmäßiges Lüften der Wohnräume und säubern der Böden gehört dazu.
 
Allergien können sich ausweiten. Wenn eine Person auf Fellrückstände und Speichel allergisch ist,  ist sie vermutlich auch auf anderen Substanzen allergisch, die im persönlichen Umfeld vorkommen können. Staub, Mehltau, Federn, Farbe, Duftstoffe, Seifen, Weichmacher, Pestizide und Rauch können allergische Reaktionen auslösen.
 
Ob eine Person allergische Symptome zeigt, hängt von der Menge der Allergene ab. Ein Tierallergiker wird keine Symptome zeigen, solange die Allergenmenge unter seiner Toleranzschwelle liegt. Überschreitet die Allergenmenge diese Schwelle, wird das Allergiegeschehen ausgelöst. Es ist daher wichtig, die Quantität der Allergene möglichst niedrig zu halten. Allergiker sind häufig extrem sensibel auf Gerüche, die jederzeit einen allergischen Anfall auslösen können. Vermeiden sie Duftstoffe, Eau de Colognes und Rasierwasser, duftende Gesichts- oder Körperkosmetika, Deosprays, Haarsprays, Insektenvertilgungsmittel und Reinigungsflüssigkeiten.
 
Haare von Welpen nennt man auch Flaum. Er ist in der Regel sehr weich und hat einen typischen Welpengeruch. Wer gegen Welpen-Haare allergisch ist, ist nicht in der Regel gegen Hundehaare von ausgewachsenen Hunden allergisch, da die Haarstruktur eine wesentlich andere ist.
 
Das Hundefell ist ursprünglich zum Schutz des Hundes da. Vor Wind und Regen, vor Sonne und
Schnee, vor Hagel und Nebel soll es den Vierbeiner schützen und ihm eine immer gleichbleibende Körpertemperatur gewährleisten. Es schützt vor Verletzungen, wenn z.B. der Cocker-Spaniel durch das Dickicht des Untergestrüpps eines Waldes streift. Dabei nimmt er notgedrungen Staubpartikel in sein Fell mit auf. Wenn er dann nach Hause kommt und seine Herrschaft eine Blütenstauballergie hat, wird diese zwangsläufig bei dem Zweibeiner da durch ausgelöst.  Das betrifft jeden Hund und auch jeden Menschen, wenn er denn sich in entsprechenden Ländereien aufhält. Diese Blütenstaubaufnahme im Fell bzw. Kopfhaaren bei den Menschen ist also keine Hundehaarallergie oder Menschenhaarallergie!
 
Quelle- Artikel von Frau Barbara Puhl
 
Müssen die Hunde beim Deckakt zusammen hängen und können diese Schmerzen haben?
Wenn der Penis des Rüden erst in der Scheide der Hündin zur vollen Größe anschwillt, kann dieser  nicht so ohne weiteres rausgezogen werden. Das kann für die Hündin sehr unangenehm sein und sie will evtl. den Druck entfliehen, dann muss man sie beruhigen. Auf keinen Fall dürfen die Hunde gewaltsam getrennt werden, das geht von ganz allein. Die Hunde können zwischen  5 Min. bis 60 Min. und länger Hängen. Die Hunde können Schmerzen bei Deckakt haben, wenn diese Hängen und die Hunde sehr unruhig sind. Das gilt insbesondere für unerfahrene Hunde. Der Samenerguss erfolgt allerdings schon vorher, das Hängen sorgt nur dafür, dass vom Sperma nichts wieder aus der Scheide der Hündin fließt. Dieses zusammenhängen erhöht also die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Befruchtung, unbedingt nötig ist es aber nicht.

 

 


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